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Neue Infos zu Täter und Opfer bekannt:

Nach mutmaßlichem Autorennen bei Ludwigsburg: Zweiter Fahrer weiterhin auf der Flucht

Ludwigsburg (dpa/dk) – Nach dem schweren Verkehrsunfall durch ein mutmaßliches illegales Autorennens in Ludwigsburg, bei dem zwei junge Frauen ums Leben kamen, ist einer der beteiligten Fahrer weiterhin flüchtig. Das teilte ein Sprecher der Polizei am Morgen mit. „Er wurde noch nicht festgenommen“, sagte er. Viele Fragen seien noch offen, weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Unbeteiligte Frauen sterben bei Kollision

Der tragische Unfall hatte sich auf einer Straße in Richtung der Autobahnanschlussstelle Ludwigsburg-Süd ereignet. Laut Polizei waren zwei Fahrzeuge mit mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Als ein Auto mit zwei Frauen von einer Tankstelle auf die Straße einbog, kam es zu einem folgenschweren Zusammenstoß mit einem der beiden Fahrzeuge.

Durch die Wucht der Kollision wurde das Auto der Frauen von der Fahrbahn geschleudert und zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Für die beiden Insassinnen kam jede Hilfe zu spät – sie starben noch an der Unfallstelle. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um zwei junge Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die ältere der beiden war demnach die Fahrerin des Wagens, die 22-Jährige saß auf dem Beifahrersitz.

Die Frauen wurden nach Angaben der Polizei in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Sie wurden so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starben.

Ein Fahrer in Gewahrsam, der andere flüchtig

Während einer der mutmaßlich beteiligten Fahrer bereits am Abend des Unfalls festgenommen wurde, fehlt vom zweiten bislang jede Spur. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck, um die Hintergründe des mutmaßlichen Rennens und die genaue Unfallursache aufzuklären.

Beim festgenommenen Mann handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen 32-Jährigen. Der Türke sei beim Zusammenstoß seines Autos mit dem Wagen zweier Frauen leicht verletzt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Rettungsdienst habe ihn nach der Erstversorgung zur Überwachung in ein Krankenhaus gebracht.  Voraussichtlich soll ein Haftrichter im Laufe des Tages entscheiden, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt.

Hinweise zum zweiten Fahrer dringend gesucht

Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise zum flüchtigen Fahrer oder zum Unfallgeschehen machen können, sich zu melden. Die Polizei prüft außerdem, ob weitere Fahrzeuge oder Personen beteiligt waren und ob es Aufnahmen von Überwachungskameras in der Nähe der Unfallstelle gibt.

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