Neues Projekt in Karlsruhe: STARKE KINDER KISTE hilft den Kleinsten

13. November 2024 , 04:00 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel und Gretel hat ein spannendes neues Projekt gestartet: die STARKE KINDER KISTE. Jetzt wird dieses Projekt in drei Karlsruher Kitas umgesetzt – der Kita Egon-Eiermann-Allee, der Kita Lassallestraße und dem KiFaZ Thomas-Mann-Straße.

Was steckt hinter der STARKE KINDER KISTE?

Jerome Braun von der Stiftung erklärt, dass es bei der STARKE KINDER KISTE darum geht, Kinder frühzeitig zu stärken. „Das heißt, so früh wie möglich zu stärken in ihrer Persönlichkeit, in ihren Resilienzfaktoren“, sagt Braun. Die Kiste ist eine rote Schatzkiste, die den Kindern hilft, ihre „Schutzschätze“ zu entdecken. Dazu gehören Gefühle, Grenzen und die Fähigkeit, „Nein“ zu sagen. Es sind unter anderem ein großes rotes Herz für Gefühle, eine Magnettafel und ein Megafon in der Kiste, die den Kindern helfen, ihre Bedürfnisse zu kommunizieren.

Wichtigkeit der Prävention

Braun betont, dass die Hauptzielgruppe von sexualisierter Gewalt zwischen sieben und zwölf Jahren liegt. Statistisch gesehen sind 1 bis 2 Kinder pro Schulklasse betroffen. „Und wenn man sich vorstellt, 25, 26 Kinder in einer Klasse, dann ist sehr klar, dass wir früh beginnen müssen“, erklärt er. Die Kita ist die erste Sozialisationsinstanz außerhalb des Elternhauses, und viele Fälle von sexualisierter Gewalt passieren im familiären und engen Freundeskreis. Daher sei es wichtig, diese Präventionsprinzipien auch extern zu erlernen, um gestärkt durchs Leben zu gehen.

Positive Rückmeldungen aus anderen Kitas

Das Projekt hat bereits bundesweit positive Rückmeldungen erhalten. Braun berichtet, dass Kinder oft nach Hause gehen und dort laut sagen: „Mama, nein, ich mag das nicht!“ Die Kids setzen das Gelernte aus der Kita spielerisch in ihrem Alltag um, was zu einem gestärkten Selbstbewusstsein führt.

Eltern als wichtige Partner

Die STARKE KINDER KISTE umfasst nicht nur Materialien für die Kitas, sondern auch eine Begleitgeschichte, die von einer Handpuppe, Katze Kim, vorgestellt wird. Diese Geschichte wird im Elternhaus gelesen und bietet eine tolle Möglichkeit für Gespräche. Die Elternabende sensibilisieren die Eltern für die Themen des Projekts und zeigen, wie spannend und spielerisch die Umsetzung ist.

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